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  • Daniela Eglseder

Katze verstehen, aber wie?

Aktualisiert: Mai 18


Nach meinem Talk im ORF haben sich viele Menschen bei mir gemeldet und haben mich gefragt, was sie machen müssen, um ihre Katze zu verstehen.

Diesem Thema möchte ich heute meinen Blog Beitrag widmen; mir ging es vor langer Zeit auch so. Immer wieder habe ich mich gefragt, was mir mein Kater sagen möchte wenn er das und jenes tu und vor Allem, WARUM er das macht und WAS ICH DAGEGEN machen kann.

Unsere Tiere können nun einmal nicht mit Worten kommunizieren (oftmals ein Segen), sondern haben nur ihre Körpersprache als Möglichkeit sich mit zu teilen (klar können sie miauen, bellen, wiehern usw. nur diese Sprache sprechen wir Menschen halt nicht).

Ganz viele Probleme im Zusammenleben mit Katzen entstehen, weil sie missverstanden sind und ihre ureigensten Bedürfnisse nicht erfüllt werden.

Wir Menschen vergessen dann und wann dass die KATZE ein hochspezialisiertes RAUBTIER ist; und wir vergessen manches mal dass sie ein eigenständig denkendes und fühlendes Wesen ist, welches nicht dafür zuständig unsere Bedürfnisse zu erfüllen (ich will jetzt kuscheln also kuschle mit mir, ich will jetzt meine Ruhe also gib Ruhe).

Viele Menschen entscheiden sich für eine Katze "weil die ja so nebenbei her läuft und man keine Arbeit damit hat"; nun das sehe ich nicht so. Wenn ich die Verantwortung für ein Lebewesen übernehme - und das mache ich sobald ich es zu mir nach Hause hole - liegt es an mir dafür zu sorgen, dass dieses zu Hause artgerecht ist und dieses Lebewesen artgerecht leben kann.

Und zu diesem Leben gehört mehr als ein Katzenklo, ein Kratzbaum, diverses Katzenzubehör und artgerechtes Katzenfutter

Beginnen Katzen damit unsauber zu werden, zu markieren, permanent zu miauen, Möbel zu zerstören, unentwegt Stress mir Artgenossen zu machen oder ähnliches Verhalten, dann ist das ein Ausdruck der Katze dass ihre Bedürfnisse nicht erfüllt werden, dass es ihr schlecht geht und sie Hilfe von uns Menschen braucht.

Eine Katze tut uns nichts " zufleiß"; sie möchte uns nicht dafür bestrafen dass wir das zu spät nach Hause gekommen sind, im Urlaub waren oder sonst was, wenn sie am Teppich ihre Blase entleert. Katzen denken nicht wie wir Menschen und vor allem, sie kennen keine RACHE, das ist ein rein menschliches Empfinden. Sie kann nicht denken "hm jetzt war die so lange nicht daheim, jetzt tu ich was damit sie sich ärgert" - es ist ihr rein von den biologischen Vorgängen ihres Gehirns nicht möglich. Und das gilt für ALLE Katzen jeglicher Rasse, egal ob Perserkatze, Main Coon, Bengalen oder die europäische Hauskatze aus dem Tierheim oder vom Bauernhof.

So wie Kinder (und auch Erwachsene) auch "auffällig" werden in ihrem Verhalten wenn in ihrem Umfeld Dinge nicht passen.

Bei meinen Besuchen in Familien die sich an mich wenden um ihre Katze zu verstehen (und oben erwähnte Verhaltensweisen zu verändern) bemerke ich immer wieder, dass es den Menschen unangenehm ist sich an mich zu wenden denn "schließlich ist es ja nur eine Katze" und es ist peinlich wenn man sich da extra Hilfe holt.

Wenn wir bedenken dass es in Österreich drei Mal so viele Katzen- wie Hundehalter gibt, dann denke ich, ist es an der Zeit für uns umzudenken. Denn nur weil eine Katze kleiner ist wie ein Hund und von ihrer Biologie her anders in ihrem Verhalten ist, bedeutet das nicht, dass sie weniger wert ist, oder?

Meiner Meinung nach ist es völlig unbegründet sich zu schämen, wenn man Hilfe in Anspruch nimmt; klar ist das nicht einfach und kostet oftmals ziemliche Überwindung, aber ist es nicht so, dass es dabei IMMER darum geht, Umstände zu verbessern und eine Erleichterung herbei zu führen. Und es ist nun mal so: geht es der Katze gut, geht es den Menschen gut ;)

Und das ist es was meine Arbeit als Katzenverhaltensberaterin ausmacht: dabei zu unterstützen dass es Katze und Mensch gut geht.

Also ja, wir alle können Katzen verstehen; wir müssen uns nur damit beschäftigen was sie von ihrer Natur her brauchen um sich wohl zu fühlen und was sie mir sagen möchte wenn sie mit mir "spricht".

Und wie kann ich das? Es gibt tolle Bücher wie z.B. Desmond Morris Catwatching (https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/catwatching/desmond_morris/EAN9783453172593/ID2971748.html) und Gerd Ludwig Katzensprache https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/katzensprache/gerd_ludwig/EAN9783833852213/ID44161533.html. Gerne könnt ihr meine Vorträge besuchen, wo es um die Basics im Umgang mit Katzen geht (Katzensprache, Ernährung der Katze, Beschäftigungsmöglichkeiten usw).

Denn auch Katzen können und dürfen MIT und nicht nur IN einer Familie leben. Denn Katzen sind sehr umgängliche Wesen die uns Menschen ganz viel Gutes tun.

Kater Lenny


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Daniela Eglseder

Katzenverhaltensberatung

Telefon: +43 650 / 24 200 48 

Mail: office@training-for-pets.com

Adresse:

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4849 Puchkirchen am Trattberg

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